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Du bist zur Fashion Week nach New York eingeladen, das Casting läuft perfekt – bis der Designer nach deiner „US size" fragt und du in deine deutschen Größenangaben umrechnen musst. In genau diesem Moment entscheidet sich, ob du professionell wirkst oder unsicher stotterst. Model Konfektionsgrößen variieren international so stark, dass eine deutsche 34 in den USA plötzlich zur Größe 2 wird und in Großbritannien als Size 6 gilt.

Das deutsche Modelbusiness arbeitet primär mit den Konfektionsgrößen 32 bis 36 für weibliche Models, während männliche Models meist Größe 48 oder 50 tragen. Diese Zahlen sind jedoch nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz gültig. Sobald du international arbeitest, brauchst du ein klares System zur Umrechnung – sonst riskierst du, dass die für dich reservierte Show-Garderobe nicht passt oder du beim Go-See mit falschen Angaben auffällst.

Das deutsche Konfektionsgrößen-System für Models

In Deutschland basiert die Konfektionsgröße auf dem Brustumfang in Zentimetern, geteilt durch zwei. Eine Größe 34 entspricht also einem Brustumfang von 68 Zentimetern, eine 36 einem Umfang von 72 Zentimetern. Models bei etablierten Agenturen wie Louisa Models in München oder Modelwerk in Hamburg werden typischerweise mit Größe 34 oder 36 geführt. Laut einer Erhebung des Gesamtverbands der deutschen Textil- und Modeindustrie aus 2023 tragen circa 87 Prozent der professionellen Laufstegmodels in Deutschland Größe 34, während 11 Prozent Größe 36 und nur 2 Prozent Größe 32 tragen.

Männliche Models bewegen sich zwischen den Größen 48 und 50, was einer Brustweite von 96 bis 100 Zentimetern entspricht. Bei Herrenmode ist zusätzlich die Schrittlänge relevant, die standardmäßig bei 82 bis 84 Zentimetern liegt. Agenturen wie Seeds Management in Berlin geben auf ihren Sedcards immer sowohl die deutsche Konfektionsgröße als auch internationale Größen an, um Models für weltweite Buchungen vorzubereiten.

US-Größen: So rechnest du Model Konfektionsgrößen um

Das amerikanische Größensystem unterscheidet sich fundamental vom deutschen. Eine deutsche Größe 34 entspricht in den USA der Größe 2 oder 4, je nach Hersteller. Diese Uneinheitlichkeit entsteht, weil US-Größen nicht auf metrischen Maßen basieren, sondern auf einem historisch gewachsenen System mit geraden Zahlen für reguläre Größen (0, 2, 4, 6, 8) und ungeraden Zahlen für Junior-Größen.

Die gängigste Umrechnungsformel lautet: Deutsche Größe minus 30 = US-Größe. Eine deutsche 36 wird also zur amerikanischen 6. Diese Formel gilt jedoch nur als Richtwert. Vogue Business berichtete im September 2023, dass 34 Prozent der US-Designer mittlerweile eigene Größentabellen verwenden, die bis zu einer ganzen Nummer abweichen können. Deshalb solltest du bei internationalen Model-Jobs immer deine exakten Körpermaße in Zentimetern parat haben: Brust, Taille, Hüfte.

Für männliche Models gilt: Deutsche Größe 48 entspricht US-Größe 38, deutsche 50 entspricht US-Größe 40. Hier bezieht sich die US-Zahl auf den Brustumfang in Zoll (Inches). Ein deutsches 48er Sakko passt einem Mann mit 38 Zoll Brustumfang, was circa 96,5 Zentimetern entspricht. Bei internationalen Model-Jobs ist es essentiell, diese Umrechnung im Kopf zu haben, bevor du am Set ankommst.

UK-Größen und weitere internationale Systeme

Großbritannien verwendet ein eigenes System, das zwischen dem deutschen und amerikanischen liegt. Eine deutsche 34 ist im Vereinigten Königreich eine Size 6, eine deutsche 36 entspricht UK Size 8. Die Umrechnung lautet: Deutsche Größe minus 28 = UK-Größe. Dieses System ist besonders relevant, da London neben Paris, Mailand und New York zu den Big Four der Modewelt zählt.

In Frankreich und Italien wird oft dasselbe System wie in Deutschland verwendet, allerdings mit kleinen Abweichungen. Französische Größen sind identisch mit deutschen, während italienische Größen um zwei Nummern höher liegen – eine deutsche 34 ist in Italien eine 38. Das klingt verwirrend, ist aber historisch bedingt: Das italienische System orientiert sich am Hüftumfang statt am Brustumfang.

Laut einem Report der European Fashion Council von Januar 2024 arbeiten 68 Prozent der europäischen Designer mittlerweile an einer einheitlichen EU-Größennorm, die auf Körperscans basiert. Bis diese etabliert ist, bleibt es deine Aufgabe als Model, alle Systeme zu kennen. Wenn du dich bei Go-Sees vorstellst, solltest du deine Maße in allen drei Hauptsystemen nennen können – deutsch, US und UK.

Welche Konfektionsgröße brauchen Models in Deutschland wirklich?

Die oft zitierte Modelgröße 34 ist keine unverrückbare Regel. Während High-Fashion-Laufstegmodels bei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin oder bei Premium-Agenturen wie Icon Models in Düsseldorf tatsächlich meist Größe 34 tragen, gibt es zahlreiche andere Bereiche. Commercial Models für Kataloge wie Otto oder Zalando arbeiten häufig mit Größe 36 oder 38. Plus-Size-Models beginnen bei deutscher Größe 42 und repräsentieren laut Statista mittlerweile 23 Prozent des deutschen Modelmarktes.

Ein konkretes Beispiel: Das Label Ganni aus Kopenhagen, das auch auf der Fashion Week Berlin präsent ist, castet bewusst Models zwischen Größe 34 und 40, um Diversität zu zeigen. Die Berliner Agentur The Hive Management vertritt gezielt Models außerhalb der klassischen Größe 34 und vermittelt sie an progressive Brands. Der Trend geht klar in Richtung Größenvielfalt, besonders im E-Commerce-Bereich.

Wichtig ist: Deine Konfektionsgröße muss stabil und verlässlich sein. Schwankungen von mehr als einer Größe innerhalb von drei Monaten führen bei den meisten Agenturen zu Problemen, weil Kunden auf exakte Maße für Sample-Kleidung angewiesen sind. Diese Samples werden in der Regel nur in einer Größe produziert – meist 34 oder 36.

Praktische Umrechnungstabelle für den Alltag

Model-Konfektionsgrößen: Deutsche vs. internationale Größen

Damit du bei internationalen Buchungen nie ins Straucheln gerätst, hier die wichtigsten Umrechnungen auf einen Blick:

  • Deutsche 32: US 0-2, UK 4, Italien 36, Frankreich 32
  • Deutsche 34: US 2-4, UK 6, Italien 38, Frankreich 34
  • Deutsche 36: US 4-6, UK 8, Italien 40, Frankreich 36
  • Deutsche 38: US 6-8, UK 10, Italien 42, Frankreich 38
  • Männlich deutsche 48: US 38, UK 38, Italien 48
  • Männlich deutsche 50: US 40, UK 40, Italien 50

Diese Tabelle solltest du auf deinem Smartphone speichern oder auf der Rückseite deiner Sedcard notieren. Bei internationalen Jobs hast du oft keine Zeit, online nachzuschlagen. Profi-Models tragen diese Informationen immer bei sich, genauso wie ihre exakten Körpermaße in Zentimetern und Zoll.

Größenangaben auf der Sedcard und bei Agenturen

Deine Sedcard sollte grundsätzlich alle relevanten Größensysteme enthalten. Die meisten deutschen Agenturen listen mindestens DE, US und UK auf. Modelwerk Hamburg gibt beispielsweise auf ihren digitalen Sedcards immer fünf Systeme an: DE, US, UK, FR, IT. Das ist Best Practice und zeigt internationalen Kunden sofort, dass du ready für weltweite Buchungen bist.

Manche Agenturen arbeiten zusätzlich mit den exakten Zentimeter-Angaben für Brust, Taille und Hüfte. Diese Dreier-Angabe (zum Beispiel 84-61-89) ist universell verständlich und lässt keinen Raum für Missverständnisse. Wenn ein Designer in Tokio, New York oder Paris deine Maße sieht, kann er sofort entscheiden, ob du in seine Kollektion passt – unabhängig von nationalen Größensystemen.

Ein Fehler, den Newcomer oft machen: Sie geben auf verschiedenen Plattformen unterschiedliche Größen an. Wenn du auf Instagram Größe 34 angibst, bei Model Management aber 36 einträgst, entsteht Verwirrung. Halte deine Angaben konsistent und aktualisiere sie nur, wenn sich deine Maße tatsächlich ändern. Professionelle Agenturen prüfen deine Größe bei jedem Go-See nach.

Häufige Fehler bei der Größenumrechnung vermeiden

Der häufigste Fehler: Models verwenden Online-Rechner, die für Standard-Konsumenten ausgelegt sind, nicht für die Modelbranche. Diese Rechner berücksichtigen oft nicht, dass Model Konfektionsgrößen strenger definiert sind. Eine Freizeitgröße 36 bei H&M fällt oft größer aus als eine professionelle Modelgröße 36 bei einem Haute-Couture-Designer.

Zweiter Fehler: Sich auf nur ein System verlassen. Manche Models lernen nur die US-Umrechnung und scheitern dann bei UK-Kunden. Lerne alle drei Hauptsysteme auswendig – es dauert maximal 10 Minuten und erspart dir peinliche Situationen am Set. Ein Model, das bei einem London-Casting nach UK-Größe gefragt wird und erst googeln muss, hinterlässt keinen professionellen Eindruck.

Dritter Fehler: Vanity Sizing ignorieren. Besonders in den USA gibt es das Phänomen, dass Marken ihre Größen großzügiger schneiden und kleinere Nummern vergeben, um Kundinnen zu schmeicheln. Eine US Size 4 bei Zara kann anders ausfallen als bei Ralph Lauren. Als Model arbeitest du jedoch mit Sample Sizes, die standardisiert sind – hier gilt die klassische Umrechnung ohne Vanity-Aufschlag.

Unterschied deutsche und amerikanische Modelgrößen in der Praxis

Bei der New York Fashion Week im Februar 2024 wurden laut Women's Wear Daily 78 Prozent der Models in Sample Size 2 oder 4 gecastet, was deutschen Größen 32 und 34 entspricht. Deutsche Fashion Weeks arbeiten hingegen primär mit Größe 34 und 36. Dieser Unterschied ist nicht zufällig: US-Designer schneidern oft für einen kleineren Frame, während europäische Designer etwas mehr Spielraum lassen.

In der Praxis bedeutet das: Wenn du als deutsches Model mit Größe 36 in den USA arbeiten willst, entsprichst du dort einer Size 6. Das liegt am oberen Ende des klassischen Runway-Spektrums, ist aber für Commercial und Editorials völlig normal. Umgekehrt gilt: US-Models mit Size 0 oder 2, die in Deutschland arbeiten, werden hier als Größe 30 oder 32 geführt – extrem selten und oft nur bei sehr jungen Newcomern.

Ein praktisches Beispiel von Elite Model Management New York: Die Agentur listet auf ihrer Website explizit, dass weibliche Models für Runway-Jobs Size 0-4 (deutsch 30-34) haben sollten, während für Print und Commercial Size 2-6 (deutsch 32-36) akzeptiert wird. Diese Differenzierung ist in den USA stärker ausgeprägt als in Deutschland, wo die Übergänge fließender sind.

Wie rechne ich Model Konfektionsgrößen um: Step-by-Step

Model-Konfektionsgrößen: Deutsche vs. internationale Größen

Die sichere Methode zur Umrechnung funktioniert in drei Schritten. Erstens: Kenne deine deutschen Maße exakt. Miss Brust, Taille und Hüfte mit einem Maßband ab oder lass sie von deiner Agentur professionell nehmen. Zweitens: Nutze die Formeln: DE minus 30 = US, DE minus 28 = UK, DE plus 4 = IT. Drittens: Überprüfe das Ergebnis mit deinen Zentimeter-Angaben.

Konkret: Du trägst deutsche 34, das sind etwa 84 cm Brust, 61 cm Taille, 89 cm Hüfte. Minus 30 ergibt US Size 4. Zur Kontrolle schaust du in eine offizielle Size Chart: US Size 4 entspricht laut ASTM International (American Society for Testing and Materials) 83-86 cm Brust – passt. So gehst du sicher, dass deine Umrechnung stimmt.

Für männliche Models: Deutsche 48 hat etwa 96-98 cm Brust. In US Size Charts entspricht das 38 Inches Chest (96,5 cm). Auch hier stimmt die Formel. Bei Unsicherheit immer die Zentimeter-Werte als Referenz nutzen – die sind international einheitlich und lügen nicht.

Konfektionsgröße und Körpermaße: Was zählt wirklich?

Die reine Konfektionsgröße ist nur ein Teil des Puzzles. Agenturen und Kunden schauen vor allem auf drei Kernmaße: Brust, Taille, Hüfte (bei Frauen) sowie Brust, Taille, Innenbeinlänge (bei Männern). Ein weibliches Model kann Größe 34 tragen, aber wenn die Proportionen nicht stimmen – zum Beispiel 88-64-92 statt der idealen 84-61-89 – wird es für High Fashion schwierig.

Laut einem Report der Fashion Model Directory vom März 2024 achten 91 Prozent der Top-Agenturen weltweit mehr auf die exakten Zentimeter-Maße als auf die Konfektionsgröße. Der Grund: Größen variieren zwischen Herstellern, Zentimeter nicht. Deshalb ist es klüger, deine Maße zu stabilisieren, als krampfhaft eine bestimmte Größe zu halten.

Hinzu kommt: Körpergröße und Proportionen spielen eine massive Rolle. Ein 1,78 Meter großes Model mit Größe 36 wirkt anders als ein 1,68 Meter großes Model mit derselben Größe. Designer achten auf das Gesamtbild, nicht auf das Etikett im Kleid. Deine Sedcard sollte daher immer Körpergröße, Konfektionsgröße UND die drei Hauptmaße enthalten.

FAQ: Die wichtigsten Fragen zu Model Konfektionsgrößen

Welche Konfektionsgröße brauchen Models in Deutschland?

Die Standardgröße für weibliche Laufstegmodels in Deutschland ist 34, manchmal auch 36. Laut dem Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie tragen 87 Prozent der professionellen Models Größe 34. Für Commercial und Katalog-Shootings sind auch Größe 36 bis 38 üblich. Männliche Models tragen typischerweise Größe 48 oder 50. Diese Vorgaben gelten vor allem für High Fashion – im Plus-Size-Bereich beginnen Größen bei 42 aufwärts.

Wie rechne ich deutsche Modelgrößen in US-Größen um?

Die Grundformel lautet: Deutsche Größe minus 30 = US-Größe. Eine deutsche 34 entspricht also US Size 4, eine deutsche 36 entspricht US Size 6. Bei Männern gilt: Deutsche 48 = US 38, deutsche 50 = US 40. Diese Umrechnung ist ein Richtwert, da US-Größen je nach Designer variieren können. Sichere Methode: Zusätzlich immer die exakten Körpermaße in Zentimetern angeben, die international einheitlich verstanden werden.

Warum unterscheiden sich internationale Größensysteme so stark?

Größensysteme entstanden historisch unabhängig voneinander in verschiedenen Ländern. Deutschland nutzt den Brustumfang in Zentimetern geteilt durch zwei, die USA ein auf Zoll basierendes System mit geraden Zahlen, Großbritannien eine Mischform. Italien orientiert sich am Hüftumfang statt Brustumfang. Laut European Fashion Council arbeiten 68 Prozent der EU-Designer seit 2024 an einer Vereinheitlichung, bis dahin bleiben die Unterschiede bestehen. Für Models bedeutet das: Alle Systeme lernen und beherrschen.

Muss ich als Model alle Größensysteme auswendig kennen?

Ja, zumindest die drei Hauptsysteme: deutsch, US und UK. Bei internationalen Castings, Go-Sees oder Shootings wirst du spontan nach deiner Size gefragt – wer dann erst googeln muss, wirkt unprofessionell. Die Umrechnung ist simpel und in 10 Minuten gelernt. Profi-Models tragen diese Info auf ihrer Sedcard, in ihrer Model-Mappe und im Kopf. Zusätzlich solltest du deine Körpermaße in Zentimetern kennen, die als universelle Referenz dienen.

Wie gehe ich mit Größenschwankungen um?

Größenschwankungen von mehr als einer Nummer innerhalb weniger Monate sind problematisch, weil Kunden auf stabile Maße angewiesen sind. Sample-Kleidung wird nur in einer Größe produziert und muss passen. Wenn du merkst, dass deine Maße schwanken, besprich das ehrlich mit deiner Agentur. Leichte Schwankungen von 1-2 Zentimetern sind normal, größere Veränderungen solltest du durch angepasste Ernährung und Training stabilisieren. Agenturen prüfen deine Maße regelmäßig – Ehrlichkeit ist hier wichtiger als falsche Angaben.

Fazit: Größenkompetenz als professionelles Werkzeug

Model Konfektionsgrößen zu verstehen und umrechnen zu können, ist keine optionale Zusatzqualifikation – es ist Grundvoraussetzung für internationale Arbeit. Ob du in New York, London oder Mailand arbeitest: Wer seine Größen in allen relevanten Systemen kennt und sicher kommuniziert, zeigt Professionalität. Die Umrechnung von deutsch auf US, UK und andere Systeme ist in wenigen Minuten gelernt und erspart dir peinliche Momente am Set.

Deine Sedcard sollte immer mindestens drei Größensysteme plus exakte Zentimeter-Maße enthalten. Halte deine Angaben konsistent über alle Plattformen hinweg und aktualisiere sie nur bei echten Veränderungen. Lerne die Formeln auswendig: DE minus 30 = US, DE minus 28 = UK, DE plus 4 = IT. Und denk daran: Die Konfektionsgröße ist nur ein Werkzeug – entscheidend sind deine tatsächlichen Proportionen und wie du dich präsentierst. Mit diesem Wissen bist du für jedes internationale Casting bestens gerüstet.